Mittwoch, Juli 14, 2004

Viral Marketing für Atari's Driv3r


Der Spiegel Online berichtet von Problemem und Ungereimtheiten bei der Markeitngkampagne für Atari's Spiel Driv3r.
Dabei wurde auch Viral Marketing eingesetzt und es zeigt sich einmal mehr, dass eine erfolgreiche Kampagne mehr braucht als ein paar schnelle Postings in Foren.

In die Kritik mischten sich aber auch andere Stimmen von Spielern, die "Driv3r" gut oder sogar großartig fanden. Im renommierten britischen "Gamesradar"-Forum tauchten zwei neue Teilnehmer auf, die nichts anderes taten, als das Spiel zu loben. Ein findiger Moderator überprüfte ihre IP-Adressen - und fand Verblüffendes heraus: Beide "Driv3r"-Fans arbeiten für eine Firma namens "Babel", einen britischen Marketing-Dienstleister, der auch Atari zu seinen Kunden zählt.

Auf der Webseite des Unternehmens fand der Forumsteilnehmer mit dem Pseudonym "Eighthours" auch folgenden Satz: "Als mehrsprachige Experten beschäftigen wir ein Team von muttersprachlichen 'Guerillas', um Foren und Message Boards in ausgewählten Gebieten zu infiltrieren".

"Virales Marketing" nennt man solche Methoden.

Die Wut der "Gamesradar"-Mitglieder kannte keine Grenzen, auch dann noch, als sich die zwei Babel-Mitarbeiter zwar als solche zu erkennen gaben, aber ihre Unschuld beteuerten. Inzwischen ist die zitierte Passage von der Webseite des Unternehmens verschwunden, ebenso wie der entsprechende Thread aus dem Gamesradar-Forum. Die Babel-Geschäftsführung versicherte gegenüber SPIEGEL ONLINE, nicht dafür bezahlt worden zu sein, "Driv3r" schöner und besser zu reden, als es ist.


Spiegel Online: Immer schön Gas geben